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Kochen ist keine Kunst, sondern
essen, hat mein Vater gesagt. Selber kochen konnte er nicht.
Das Einzige, was er gerade noch konnte, war ein schwäbischer
Rostbraten und den hat er nur selber gegessen, solange es mit seinem
Gebiss noch möglich war. Mein Vater hat den Rostbraten immer
solange in der Pfanne gebraten, bis das Fleisch nicht mehr rot war.
Die Folge ist, wie bei allem »Kurzgebratenem«, es ist
dann unglaublich zäh.
Das ist wie in der Politik, wenn wir da einen »Jungen«
aus Österreich wie Haider oder einen Alten wie Franz Josef
Strauß ansehen, wenn sie durch und durch »ausgekocht«
sind, kann man mit ihnen nichts Sinnvolles mehr beginnen und trotzdem
gibt es noch genug Menschen, die diese Menschen dann als Vorbild
hinstellen. Ich möchte nicht sagen, dass mein Vater auch ein
solcher war, aber vom Essen und Kochen hat er einfach nichts verstanden.
Gut, er hatte eben andere Qualitäten, zum Beispiel konnte er
sehr gut Musik am Flügel komponieren. Was bei meinem Vater
der Konzertflügel war, ist bei mir zeitweise der Kochherd.
Kochen ist ein echtes Erleben, das ist etwas, was ganz tief Körper
und Seele gut tut und mir sagt, dass ich lebe. Ich fühle in
einem solchen Moment immer wieder, dass es auch ein Leben vor dem
Tode gibt. Kochen und essen ist Leben.
Da wir gerade am Leben sind, natürlich müssen alle die
Pflanzen sterben, die ich zum Kochen brauche, damit wir leben können.
Das ist eben ein Lebensgesetz, nur sobald etwas stirbt, kann etwas
neues geboren werden, zum Beispiel die Knoblauchsuppe, die auf der
Seite beschrieben ist.
Also ich wünsche, dass Sie das Gekochte genießen und
denken Sie daran, Essen und Kochen ist Leben, genauso intensiv wie
lieben.
Vorbemerkung
Essen ist mehr, als nur den Hunger zu stillen oder gar dem Körper
die Energie zu geben, die er zu seinem Erhalt gebraucht. Genauso
wie unser Körper nicht nur dazu da ist, das Gehirn dahin zu
transportieren, wo wir arbeiten oder schlafen. Alles, was wir erleben
und für mich ist kochen und essen ein Erleben, es ist immer
ganzheitlich. So ist für mich auch der Geschmack, wie das Aussehen
der Speisen immer etwas, was mit Erlebnisqualität zu tun hat.
Essen ist ein Kommunikationsmittel, das völlig andere Dimensionen
hat, als wir üblicherweise annehmen.
Es gibt im New Age den Spruch: Du bist, was DU isst.
Ich denke, so einfach ist es wirklich nicht, denn würde diese
Weltsicht stimmen, was wären dann die Menschen, die in den
Hungerregionen dieser Welt leben müssen, oder die Skorpione
essen??
Beim Kochen kann ich nur meine persönliche Erfahrung weitergeben
und die ist: das Kochen ist für mich ein Prozess, der eine
Speise entstehen lässt, die über allen Sinne zum Erlebnis
wird.
Kochen ist ein komplizierter chemischer Prozess, bei dem die Reihenfolge
der Zutaten einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack hat.
Ich habe oft Versuche gemacht, um die beste Reihenfolge herauszubekommen.
Die nachfolgenden Rezepte sind so entstanden.
Dieser komplizierte chemische Prozess in Verbindung mit der in jedem
von uns vorhandenen »geistigen Ebene«, ist seit sehr
langer Zeit bekannt. Früher wurden solche »Prozesse«
als »Alchemie« bezeichnet.
Was für mich sehr wichtig geworden ist, dass ich meine Aufmerksamkeit
voll der Tätigkeit zuwende, mit der ich mich im Moment auseinandersetze.
Die nun folgenden Rezepte sind für den Freund der vegetarischen
Küche. Es war ein Spaß, die Rezepte zu entwickeln. Wir
selbst sind sogenannte »Allesfresser« und fühlen
uns dabei genauso wohl, wie diejenigen, die diese Gerichte kochen
und genießen können.
Viel Spaß beim Kochen und Essen-MArgot
RAinerBinder - MARA.
Sauce de la nuit bleu
2 Esslöffel Kirschmarmelade (von Schattenmorellen)
2 Esslöffel Landleberwurst
2 Esslöffel Wasser
1/2 Teelöffel Kartoffelmehl
1/2 Teelöffel Armagnac
10 getrocknete Wacholderbeeren
5 Pfefferkörner schwarz
5 Pfefferkörner weiß
3 Esslöffel Rotwein trocken (herb)
1 Teelöffel Zucker
2 Esslöffel gehobelte Mandelscheiben süß
Zuerst mischen sie, ohne die Masse zu erwärmen, die Zutaten
der Rubrik a). Zerstoßen Sie die Wacholderbeeren und die Pfefferkörner
in einem schweren Mörser und geben Sie die zerstoßenen
Gewürze zur Masse a). Dann unter ständigem Rühren
langsam erhitzen bis das Kartoffelmehl zu quellen beginnt. Heiß
stellen,die Masse darf auf keinen Fall kochen. Die gleiche Menge
Landleberwurst (möglichst grob und kräftig gewürzt)
beigeben und unter ständigem Rühren daruntermischen.
Nicht kochen lassen.
In einer Pfanne Rotwein mit Zucker rühren, bis
der Zucker sich gelöst hat. Dann erhitzen und solange kochen
lassen,bis der Zucker karamellisiert. dann die gehobelten Mandeln
dazugeben und leicht köcheln lassen, Pfanne nicht abdecken,damit
der Wein einkochen kann.
Die so präparierte Mandelmasse wird über
die in einem Serviergefäss angerichtete Masse a) gegeben und
evtl. noch mit Belegkirschen garniert.
Diese Soße schmeckt hervorragend zu Artischockenherzen!
Geben Sie in die Mitte einer runden Silberschale die
sauce de la nuit bleu und rundherum die Artischockenherzen.
Eine Artischocke in der Mitte der sauce de la nuit bleu mit einer
roten Belegkirsche versehen, wird auch ein Schmaus für das
Auge des Genießers sein.
Reisgericht à la MARA
Zutaten (für 4 Personen):
Basmati Reis
Ayurveda-Gewürzmischung
Paprika
Möhren
1 Truthahnschnitzel
MARA-Gewürzmischung
Meersalz- Atlantik-Salz aus Portugal
Sojasoße
Butter- (Irische Butter)
Distelöl-ALDI
Truthahnschnitzel: Fleisch in kleine Stücke schneiden
und mit MARA-Gewürz bestreuen. Anschließend in Porzellanschüssel
geben und mit Sojasoße übergießen. Die Soße
soll das Fleisch leicht bedecken. Mit Haushaltsfolie abdecken und
zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Reis: Meersalz-in zwei Liter Wasser geben. Bitte nur
schwach salzen. In kochendes Wasser 1 1/2 Tassen Reis geben und
11 Minuten leicht köcheln lassen. Topf nicht abdecken! Reis
abtropfen lassen. Das Kochwasser kann für eine Suppe und zum
Vorgaren des Gemüses verwendet werden.
Alu-Folie mit Distelöl kräftig einfetten und Reis darauf
verteilen. Bei der o.g. Reismenge ist eine Folie von ca. 35 cm Länge
günstig. Auf den noch heißen Reis wenige Butterflocken
geben. Alufolie seitlich der Länge nach aufstellen und beide
Folienenden so zusammenknicken, dass die Packung luftdicht ist,
dadurch bildet sich ein Folienschlauch. Am Schluss den Aluschlauch
an den Enden umknicken und zusammenzwirbeln damit der Schlauch luftdicht
ist. Zweite Folie darunterlegen und nochmals dicht einpacken.
Diese Packung kommt 1 Stunde vor Essensbeginn in den Umluftofen.
Bei 150 Grad C aufheizen. Dadurch verdampft das restlichen Kochwasser
in dem Schlauch, der Reis geht nochmals auf und wird nußtrocken.
Gemüse: Gemüse in kleine Stücke schneiden
und im Reiswasser vorgaren. Topf nicht abdecken! Paprika ca.8 Minuten,
Möhren ca.15 Minuten, aus dem Reiswasser nehmen und in Haushaltsfolie
verpacken.
Fleisch: Das Fleisch kurz vor dem Kochen herausnehmen
und mit Küchenkrepppapier trocknen. In eine Plastiktüte
Weißmehl geben und immer eine handvoll Fleisch hineingeben.
Tüte schließen und Inhalt schütteln. Nächste
Portion zugeben und wieder schütteln usw. Der Sinn dieser Prozedur
ist, daß das Fleisch gleichmäßig bemehlt wird.
Anschließend das Fleisch auf Küchenkrepp so legen, daß
jedes Fleischstückchen einzeln liegt. Durch die Feuchtigkeit
im Fleisch wird das Mehl klebrig und könnte ohne diesen Trick
nicht mehr in Einzelstückchen gebraten werden.
Kochen: Reichlich Distelöl in die Pfanne geben
und bei großer Hitze aufheize,
1 Teelöffel Ayurveda-Gewürzmischung in das Fett geben,
warten bis die Schwarzen Samen platzen und in der Pfanne hochspringen,
dann Fleisch beigeben und unter ständigem Rühren anbraten.
Dann Gemüse beigeben und unter ständigem Rühren warten
bis es noch einen »Biss« hat. Das Gemüse mit dem
Fleisch aus der Pfanne nehmen, den Reis zugeben und mit Butter kurz
durchschwenken.
Soße: In einen kleinen Topf 1/8 l Wasser geben,
aufkochen, 4 Teelöffel weißen Kristallzucker zugeben.
In der Flüssigkeit 2 Esslöffel Pflaumenmus aufkochen,
dann mit einem Schuss Obst-Essig und 1/8 l Sojasoße kurz aufkochen.
In dieser Soße 2 Teelöffel Kartoffelmehl auflösen,
kurz überwallen lassen.
Fertig ist der Zauber und dann kann serviert werden.
Traumsuppe I
Der Name entstand dadurch, daß ich mitten in der Nacht
vom Essen träumte und das Rezept dieser Traumsuppe
mit aller Deutlichkeit sehen konnte.
Kurze Zeit darauf kochte ich genau nach diesem Traumrezept.
So wie ich das Rezept notiert habe, habe ich es geträumt. Eine
Änderung der Zutaten war nicht not-wendend, weil es so gut
war, daß nicht verbessert werden konnte und sollte.
Zutaten (für 4 Personen):
Fleischbrühwürfel nach Belieben
150 Gramm Schwarzbrot (Roggen-Mischbrot)
150 Gramm weich kochende Kartoffeln
50 Gramm Schweinespeck
1 Liter Wasser
Speck anbraten bis er braun ist . Speckwürfel
herausnehmen. Mit 1 Liter Wasser auffüllen. Die Kartoffeln
fein geraspelt beigeben und das Brot in die Brühe krümeln.
Ca. 20 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen.
Mit Mixstab pürieren, dann die Speckwürfel beifügen
und nochmals ca. 10 Minuten kochen lassen. Heiß servieren,
eventuell in Knoblauchöl geröstete Brotwürfel beigeben.
Traumsuppe II
Der Name entstand dadurch, dass ich mitten in der Nacht vom
Essen träumte und das Rezept dieser Traumsuppe
mit aller Deutlichkeit sehen konnte.
Kurze Zeit darauf kochte ich genau nach diesem Traumrezept.
So wie ich das Rezept notiert habe, habe ich es geträumt. Eine
Änderung der Zutaten war nicht not-wendend, weil es so gut
war, dass nicht verbessert werden konnte und sollte.
Zutaten (für 4 Personen):
Fleischbrühwürfel nach Belieben
150 Gramm Schwarzbrot (Roggen-Mischbrot)
150 Gramm weich kochende Kartoffeln
100 Gramm Zwiebel
100 Gramm Knoblauch
50 Gramm Schweinespeck
1 Päckchen Safran
1 Liter Wasser
1 Schnapsglas Doppelwacholder
Speck anbraten bis er braun ist. Speckwürfel
herausnehmen. Klein geschnittenen Knoblauch und Zwiebel im ausgelassenen
Speckfett bräunen und einen Schuss Worcestersoße
darüber geben. Kurz durchrühren und dann beiseite stellen.
1 Liter Wasser in Topf geben, die Kartoffeln fein
geraspelt dazu und das Brot in die Brühe krümeln. Ca.
20 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen. Zwiebeln und Knoblauch
zugeben, kurz aufkochen.
Mit Mixstab pürieren, dann die Speckwürfel beifügen
und nochmals ca. 10 Minuten kochen lassen. Heiß servieren,
eventuell in Knoblauchöl geröstete Brotwürfel beigeben.
Der Doppelwacholder bringt einen sehr weichen Geschmack, als ob
die Suppe stundenlang gekocht hätte.
Bratkartoffeln exzellent
Zutaten:
150 Gramm Zwiebeln (keine Speisezwiebel)
250 Gramm Kartoffeln festkochend
Diestelöl (Färber)
Worcestersoße
Meersalz
Die Zwiebel in feine Streifen oder Ringe schneiden
und mit Diestelöl anbraten. Sobald die Zwiebeln glasig sind,
einige Spritzer Worcestersoße zugeben und weiterbräunen,
bis die Zwiebel hellbraun sind. Dann Kartoffelscheiben zugeben und
unter öfteren Wenden die Kartoffeln braun rösten. Zum
Schluss die Kartoffeln mit Meersalz würzen und dann servieren.
Dazu schmeckt Dinkelbrot oder dunkles Roggenmischbrot mit Butter
mit ein wenig frisch gemahlenem Meersalz sehr gut.
Grießtraum
Zutaten:
1 Fleischbrühwürfel
100 Gramm Grieß
2 Eier
Paniermehl
Butter
MARA-Gewürz
1/4 Liter Wasser zum Kochen bringen
Brühwürfel darin lösen und Grieß
unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zugeben. Die
Masse erstarrt sofort. Masse auf eine gefettete Aluminiumfolie geben
und mit Kochlöffel zu einer ca . 2 Zentimeter dicken Masse
ausstreichen. Erkalten lassen und dann mit Ausstechformen für
Weihnachtsgebäck, Formen ausstechen. Paniermehl mit MARA-Gewürz
abschmecken. Die Formen in zerquirltem Ei und Paniermehl wenden.
Butter in der Pfanne erhitzen; die Grießformlinge goldbraun
braten.
Zutaten: frischer Salat nach Saison.
Petersilie fein hacken und kalt stellen. Von drei
Eiern Eigelb und Eiweiß trennen. Das Eiweiß steif schlagen
und Petersilie mit einer Prise Salz unterziehen und ein Eigelb untermischen.
Diese Masse beidseitig in heißer Butter anbraten.
Die restlichen 2 Eigelb mit einer Messerspitze MARA-Gewürz
mischen und unter vorsichtigem Erwärmen langsam Sahne in kleinen
Mengen zugeben. Kartoffelmehl in einem Schnapsglas voll Wasser lösen
und langsam der »gelben Soße« zufügen. Unter
ständigem Rühren warten, bis das Kartoffelmehl quillt
und dadurch die Soße sämig wird. Sofort von Feuer nehmen
und 10-15 Tropfen Cognac zugeben.
Anschließend über die Kräuteromeletts geben und
servieren.
Kanarische Knoblauchsuppe nach MARA
Zutaten (für 4 Personen):
1 Knoblauchzwiebel
100 Gramm Weißbrot
100 ml Olivenöl möglichst kalt gepresst
4 Eier
1 Würfel Fischbrühe (Knorr)
1 Würfel Fleischbrühe (Knorr)
1 Liter Wasser
Zuerst bedenke, dass Knoblauch nicht nur ein Heilmittel,
sondern auch eine hervorragende Möglichkeit ist, edles Parfüm
zu sparen, denn Knoblauch hat viele ätherische Öle.
Sollte Dich Dein Umfeld darauf ansprechen, dann kopiere dieses Rezept
und Du wirst, sobald Du den Mut findest, diese Suppe zu kochen,
neue Freunde finden.
Nun was ist zu tun?
Schäle den Knoblauch, Zehe um Zehe und schneide diese in etwa
2 mm dicke Scheiben.
Einstweilen kannst Du das Wasser zum Kochen bringen und die Brühwürfel
in das kalte Wasser hineingeben.
Hast Du den Knoblauch »suppengerecht« geschnitten, nehme
das Weißbrot und schneide Scheiben ab, welche Du dann in Würfel
schneidest.
In der Pfanne machst Du jetzt das Olivenöl heiß und sobald
das Olivenöl zu riechen beginnt, gebe die Knoblauchscheiben
hinein und lasse sie solange in dem Öl, bis die Scheiben gold-gelb
sind. Nehme den Knoblauch heraus und gebe ihn in das Wasser. Dort
soll er leicht köcheln. Dann nehme die Weißbrotwürfel
und röste sie langsam bei kleiner Hitze in dem Öl bis
sie leicht bräunlich sind.
Wichtig dabei ist, dass die Brotwürfel unter ständigem
vorsichtigem Rühren gebräunt
werden.
Ein Teil Brotwürfel kommt in die Suppe, ein Teil später
darüber.
Dann nehme die Pfanne vom Feuer und schlage die vier Eier in die
Knoblauchbrühe. Wichtig: beim Einschlagen der Eier mit dem
Kochlöffel rühren, so dass sich das Eiweiß und das
Eigelb in der Knoblauchbrühe gut verteilen.
WICHTIG! Bitte versuche niemals die Suppe mit Sherry
oder ähnlichem zu verfeinern. Die Suppe ist ohne weitere Zutaten
am Besten.
MARA-Kochrezepte für die fleischlose
Küche
Zwiebeleleganz
Zutaten (für zwei Personen):
250 Gramm Zwiebel (keine Speisezwiebel)
Diestelöl (Färber)
Butter
Worcestersoße
Meersalz
In einer Pfanne Diestelöl erhitzen. Zwiebeln
in Zwiebelringe ungefähr zwei bis drei Millimeter dick schneiden
oder hobeln und in das heiße Öl geben. Dann unter häufigem
Wenden langsam garen lassen. Sobald die Zwiebeln glasig sind, einige
Spritzer Worcestersoße zugeben und weiter rösten, bis
die Zwiebeln braun sind.
Diese Zwiebeln werden auf Dinkelbrotscheiben gelegt und mit Butterflocken
auf den Zwiebeln serviert.
Venusnachtisch
Zutaten:
Weißbrotscheiben
Ei
Vanillezucker
Vanilleeis
Pfirsichmarmelade
Ei mit Vanillezucker verquirlen, bis sich er Vanillezucker
gelöst hat und das Eiweiß und Eigelb gut vermengt ist.
Kleinfingerdicke Weißbrotscheiben in diese Eimasse einlegen
und vollsaugen lassen. Diese Scheiben in geklärter Butter backen,
bis sie goldgelb sind. Auf diese Scheiben kommt Vanilleeis mit einem
Klecks Pfirsichmarmelade. Besonders exquisit schmeckt das Ganze
mit einigen Tropfen Amarena Kirschlikör.
Ei im Kohlbett
Zutaten:
Weißbrotscheiben
Eier
MARA-Gewürz
Chinakohl (krause Sorte)
Radiccio
Je Ei mit einer Messerspitze MARA-Gewürz verquirlen,
bis sich das Gewürz gelöst hat und das Eiweiß und
Eigelb gut vermengt ist. Kleinfingerdicke Weißbrotscheiben
in diese Eimasse einlegen und vollsaugen lassen. Diese Scheiben
in geklärter Butter backen, bis sie goldgelb sind. Auf diese
Scheiben kommt ein Viertel Blatt Chinakohl. Ich nehme dazu die Spitze
des Chinakohlblattes. Dazu wird ein Radicioblatt gelegt, ein Ei
aufschlagen, bitte darauf achten, dass der Eidotter nicht verletzt
wird. Das Ei in die Wölbung des Radicioblattes geben und im
Backofen bei 150 Grad ca. 10 Minuten backen. Anschließend
heiß servieren.
Salatsoße
Zutaten:
1 Knoblauchzehe
Salz
Zucker
Pfeffer schwarz-weiß frisch gemahlen
Balsamico-Essig
Liebstöckel
Petersilie
Pimpernell
Schnittlauch
Zuerst Gewürzkräuter schneiden und mit Wiegemesser
klein hacken. Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse auspressen.
Ich presse den Knoblauchsaft direkt in die Salatschüssel. Dann
einen halben Teelöffel Salz und einen halben Teelöffel
Kristallzucker beigeben und Knoblauchsaft + Knoblauchreste sowie
frisch gemahlenen Pfeffer solange mit einem Esslöffel zerdrücken
bis Knoblauchschleim entsteht. In diesen kommen zwei Esslöffel
Balsamico. Den Essig solange rühren bis sich Salz+Zucker gelöst
haben und dann Diestelöl nach Belieben zugeben. Ich verwende
Färbers »Diestelöl«, es hat einen etwas an
Nuss erinnernden Geschmack.
Salatsoße medium
Die Salatsoße kann in einer etwas größeren
Menge als für einen Salat erforderlich ist, angemacht werden.
Im Kühlschrank lässt sich die Salatsoße ca.14 Tage
problemlos aufbewahren.
Zutaten:
3 Knoblauchzehen
Kondensmilch 7 %ig
Salz
Zucker
frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl scharf (siehe eigenes Rezept)
Diestelöl
Würzessig
Petersilie
Die Knoblauchzehen mit einer Knoblauchpresse auspressen.
Ich presse den Knoblauch direkt in eine Glasschüssel. Einen
Esslöffel frisch gemahlenes Meersalz und einen Esslöffel
Kristallzucker beigeben. Knoblauchsaft + Knoblauchreste sowie frisch
gemahlener Pfeffer solange mit einem Esslöffel zerdrücken
bis ein Knoblauchschleim entsteht. Frischer Pfeffer darüber
mahlen (Menge ca.1/4 Teelöffel). Diese Masse mit Kondensmilch
zerrühren bis sich Salz und Zucker voll gelöst haben.
Diese Mischung nochmals mit Kondensmilch verlängern. Dann langsam
unter ständigem Rühren Essig beigeben, bis die Milch dick
wird. Anschließend Diestelöl einrühren (Menge ja
nach Geschmack), bis die Salatsoße glatt ist. Dann unter kräftigem
Rühren nochmals einen Esslöffel Essig zugeben.
Die Kräuter kommen erst kurz vor dem Anmachen des Salates in
die »weiße« Soße.
Die Salatsoße ist tyxotrop, das heißt die Soße
wird, sobald sie lange steht fest, deswegen beim Abfüllen in
eine Flasche, diese nur zu 2/3 füllen, sodass die Soße
durch Schütteln wieder flüssig werden kann.
Reisgemüse
Zutaten:
Diestelöl
1/4 Teelöffel TRS Panch Puren Gewürz (Indische Gewürzmischung
aus Samen)*
Gemüse des Saison
1 Tasse Basmati- Reis
etwas Meersalz frisch gemahlen
3/4 Liter Wasser pro Tasse Reis zu m Kochen bringen, etwas Meersalz
zugeben und Reis hineingeben und kurz durchrühren. Nach ca
8-10 Minuten prüfen, wie weich der Reis gekocht ist, dann in
ein Sieb geben und abtropfen lassen. Bitte nicht mit klarem Wasser
abspülen!
Soll der Reis sehr trocken sein, dann Reis in eine Aluminiumfolie
geben. Alu-Folie luftdicht verschließen und in den Backofen
geben. Ofen auf 150 Grad C. einstellen und ca .15 Minuten erhitzen.
Die Feuchtigkeit in der Folie dampft und dadurch wird der Reis nachgegart
und besonders weich und trocken.
Das Diestelöl in die Pfanne geben und erhitzen. Nach ca. 2-3
Minuten das Gewürz in das warme Öl geben und solange erhitzen,
bis die Samenkapseln der Gewürze zerplatzen, sie springen in
der Pfanne hoch und erst dann das in Streifen geschnittene Gemüse
hineingeben und mischen. Anschließend mit Deckel zudecken
und alle 3-4 Minuten mit Spatel oder Kochlöffel wenden. Ist
das Gemüse noch nicht ganz weich, den schon fertigen Reis untermischen
Meersalz darüber mahlen und nochmals kurz mischen und sofort
servieren.
*TRS Panch Puren-A BLEND OF EXOTIC SICES PRODUCKT OF INDIA
Rote Taler (Degustiv Beilage)
Zutaten:
1 Ei
4 Esslöffel Mehl
ca. 2 Gramm 3fach konzentriertes Tomaten -Mark
2 Messerspitzen MARA-Gewürz
Butter
1 Messerspitze Lavendelblüten
1/2 Messerspitze Rosmarin zerrieben
1 Ei mit etwas Salz glattrühren bis das Salz
sich gelöst hat und zwei Esslöffel Mehl darunterrühren.
Ist ein glatter Teig entstanden , werden Tomatenmark und MARA-Gewürz
beigegeben. Dazu kommt eine Messerspitze gerebelter Cayenne Pfeffer.
Bitte kein gemahlener Cayenne Pfeffer verwenden, dass dieser einen
ausgeprägten Geschmack ausweist. Gerebelter Cayenne ist völlig
geschmacksneutral.
Anschließend weitere zwei Esslöffel Mehl darunterrühren
und eventuell mit etwas Milch verdünnen.
In einer Pfanne mit heißer geklärter Butter, wie einen
Pfannkuchen ausbacken.
Dann Abkühlen lassen und mit einem Schnapsglas runde Plätzchen,
Taler ausstechen und in den Backofen zum Trocknen geben. Dann später
kalt zu Sherry dry oder zu Sekt reichen.
Knoblauchbrot
Die besten Knoblauchbrote, die ich jemals gegessen habe,
waren von *Maria am San Francesco Strand (Ischia). Diesen Gaumengenuß
wollten meine Frau und ich natürlich auch zu Hause haben. Nun,
die Knoblauchbrote konnten in dieser Form bei uns nicht gemacht
werden und darum entwickelten wir ein eigenes Rezept, das ich Maria
widme. Die einfachste Form, ein saftiges, wohlriechendes und wohlschmeckendes
Knoblauchbrot zu bekommen, beginnt mit der Aufbereitung des Knoblauchs.
Ja, es ist richtig, nicht die Zubereitung, sondern die Aufbereitung.
Zutaten:
1 Knolle Knoblauch
1 Teelöffel Salz
1/4 Liter kaltgepreßtes Olivenöl
Nehme 1 Knolle Knoblauch und schäle die Knoblauchzehen.
Presse den Knoblauch mit einer Knoblauchpresse in einen Topf mit
kaltgepreßtem Olivenöl. Das Salz kommt dazu.
Dann nehme einen Mixstab oder gebe das Olivenöl mit den Knoblauchzehen
in ein Mixgerät.
Die Knoblauchzehen werden solange zerkleinert, bis ein »Knoblauchmus«
entstanden ist.
Dieses Knoblauchmus muss ca . 2 Tage »reifen«, dann
es wird mit einem Pinsel beidseitig auf Brotscheiben aufgetragen
und die Brotscheiben geröstet.
Als Belag eignen sich hervorragend Partytomaten mit feingeschnittenen
Zwiebeln. Der Geschmack wird durch grobes Meersalz verstärkt.
Kräuterschaum
Zutaten:
ca.150 Gramm Petersilie
ca. 50 Gramm Schnittlauch
ca 5 Gramm Zitronenmelisse
ca.1 Messerspitze Rosmarin
4 Eier
Butter
Der Kräuterschaum ist eine einfache schnell zubereitete
vegetarische Speise, welche gesund und von kräftigem Geschmack
ist. Die Zubereitung ist denkbar einfach. Zuerst werden alle Kräuter
zerkleinert, ich mache das mit grobem Vorschneiden und anschließend
mit dem Doppelwiegemesser zerkleinern.
Das Eiweiß und die Eidotter trennen. Das Eigelb zerrühren.
Das Eiweiß schaumig schlagen. Günstig ist dazu eine Schüssel
zu nehmen, die groß genug ist, um den Eischaum und die Kräuter
aufzunehmen.
Dem Eischaum Meersalz nach Geschmack zugeben. Ich nehme dazu portugiesisches
Meersalz frisch mit der Salzmühle gemahlen. Frisch gemahlenes
Meersalz hat intensive Geschmacksstoffe, die durch Luft oxydieren
und sich dadurch verändern. Das Salz mahle ich direkt in den
Eischnee und rühre sofort durch, dadurch kann sich der Geschmack
optimal entfalten. In den Eischnee die Kräuter unterziehen
und danach langsam das Eigelb zugeben und auch unterziehen. Butter
in die Pfanne geben und warten bis die Butter »geklärt«
ist. Die Masse in die heiße Butter geben und mit dem Schneebesen
ständig schlagen, bis das Eiweiß geronnen ist. Dann servieren.
Der Kräuterschaum kann noch mit einer »pfiffigen«
Zutat verfeinert werden. Das sind geröstete Mandeln. In einer
Pfanne ein Schnapsglas herber Rotwein mit sehr wenig Zucker mischen,
bis der Zucker sich gelöst hat. Dann erhitzen und solange belassen,
bis der Wein eingekocht und der Zucker karamellisiert ist. Die gehobelten
Mandeln dazugeben und so lange auf mittlerer Temperatur erhitzen,
bis die Mandelblättchen leicht angebräunt sind. Diese
Mandeln über den Kräuterschaum geben und servieren.
Gemüsestreifensuppe
Zutaten:
Gemüsesorten je nach Jahreszeit. Pro Suppentasse ca. 1 Esslöffel
Gemüsestreifen
Fleischbrühe aus Markknochen mit Sellerie, Mohrrübe, Lauch
oder Fleischbrühextrakt
Sherry Medium
eventuell 1 Teelöffel saure Sahne pro Suppentasse
Gemüse die es in der momentanen Jahreszeit gibt,
waschen und in sehr feine Streifen schneiden (ca. 1,5 mm breit).
In jede Suppentasse kommt ein Gemisch der verschiedenen Gemüsestreifen.
Fleischbrühe aus Brühwürfel oder einem Ersatzprodukt
für Vegetarier. Ein wenig Sherry medium verfeinert und rundet
den Geschmack der Brühe ab.
Diese Brühe wird kochend heiß über die Gemüsestreifen
gegeben. Dann sofort servieren. Die Suppe kann durch einen kleinen
Klecks saure Sahne noch attraktiver gemacht werden, allerdings verliert
dadurch die Brühe an Klarheit.
Kräuteromelett mit gelber Soße
Zutaten:
100 Gramm frische Petersilie
3 Eier
Salz
100 Gramm frische Sahne
2 Messerspitzen Kartoffelmehl
Cognac
Würzöl
Zutaten:
kaltgepreßtes Olivenöl
5 Gramm Weißer Pfeffer
5 Gramm Schwarzer Pfeffer
2 Gramm Koriander
2 Gramm frischer Rosmarin
5 Lavendelblüten
2 Wacholderbeeren
10 rote getrocknete Pfefferschoten
200 ml Olivenöl erhitzen und Gewürze, außer
Lavendelblüten und Rosmarin, zugeben. Die richtige Hitze ist
erreicht, sobald beim Eintauchen eines Kochlöffelstieles Bläschen
am Holzstiel aufsteigen. Sobald das Öl diese Temperatur hat,
ca 10 Minuten warten und dann Lavendel und Rosmarin zugeben. Das
Öl vom Feuer nehmen und langsam erkalten lassen (ca. 2 Stunden),
dann Absieben und mit dem restlichen Olivenöl mischen.
Dieses Öl ist ausgezeichnet zu Pizza und als Zusatzwürze
am Salat und anderen Speisen.
Marmeladen
Bei der Pfirsich- und Zwetschgenmarmelade habe ich die fernöstliche
Essensphilosophie umzusetzen versucht, wobei die Anzahl Früchte,
die über und unter dem Boden wachsen gleich sein sollen. Das
ist das Ying-Yang Prinzip. Die Versuche waren sehr erfolgreich und
deswegen möchte ich die Rezepte dieser Marmeladen weitergeben.
Pfirsichmarmelade:
Zutaten:
250 Gramm Pfirsich
100 Gramm Mohrrüben
100 Gramm mehlig kochende Kartoffeln
50 ml Pfirsichlikör
Gelierzucker oder Aga Aga*
Pfirsiche waschen und entkernen, klein schneiden.
Die Mohrrüben fein raspeln in Topf geben und mit Wasser soweit
auffüllen, bis die geraspelten Mohrrüben bedeckt sind.
10 Minuten bei schwacher Hitze kochen und dann die feingeraspelten
Kartoffeln beigeben. Das Ganze dann nochmals 10 Minuten kochen lassen.
Topf vom »Feuer« nehmen. Anschließend mit einem
Mixstab leicht zerkleinern und Pfirsich zugeben. Gelierzucker unterziehen
und ca. 1/2 Stunde ziehen lassen. Danach noch 3 Minuten unter ständigem
Rühren zum Kochen bringen , Pfirsichlikör zugeben und
in Gläser abfüllen* Gelierzuckermenge oder Aga Aga nach
Packungsangabe verwenden
Zwetschgenmarmelade:
Zutaten:
100 Gramm Mohrrüben
100 Gramm mehlig kochende Kartoffeln
200 Gramm Zwetschgen
50 ml Pfirsichlikör
Gelierzucker*oder Aga Aga
Die Zwetschgen entsteinen und halbieren.
Die Mohrrüben fein raspelten, in Topf geben und mit Wasser
soweit auffüllen, bis die geraspelten Mohrrüben bedeckt
sind. 10 Minuten bei schwacher Hitze kochen und dann die feingeraspelten
Kartoffeln beigeben. Das Ganze dann nochmals 10 Minuten kochen lassen.
Topf vom »Feuer« nehmen. Anschließend mit einem
Mixstab leicht zerkleinern und Zwetschgen zugeben. Gelierzucker
unterziehen und ca. 1/2 Stunde ziehen lassen. Danach noch 15 Minuten
unter ständigem Rühren zum Kochen bringen , Pfirsichlikör
zugeben und in Gläser abfüllen.
* Gelierzuckermenge oder Aga Aga nach Packungsangabe verwenden
Bohnenmarmelade:
Zutaten:
500 Gramm rote Bohnenkerne
150 Gramm frischer Apfel geschält (Gold-Parmäne)
1/2 Fleischbrühwürfel
1 kleine Zwiebel
1 Teelöffel Butter
Worcestersoße
1 Messerspitze Rauchsalz**
50 ml Muskatwein
10 ml Himbeergeist 45%
1 Päckchen Vanillinzucker
Gelierzucker*
Rote Bohnen eine Nacht in schwach gesalzenem Wasser quellen lassen.
Bohnen in einen Topf geben und soviel Wasser zuschütten, bis
die Bohnen leicht überdeckt sind. Fleischbrühwürfel
beigeben und zum Kochen bringen.
1 kleine Zwiebel in Butter hellbraun rösten und mit einen Spritzer
Worcestersoße würzen und dann den Bohnen zugeben, das
Ganze solange zugedeckt kochen lassen, bis die Bohnen mehlig-weich
sind.
Mit Mixstab zerkleinern, Muskatwein, Himbeergeist und Gelierzucker
beigeben. Kräftig durchrühren und in Gläser abfüllen.
* Gelierzuckermenge oder Aga Aga nach Packungsangabe verwenden
** Anstelle von Rauchsalz kann auch 50 Gramm Rauchspeck verwendet
werden.
PS.: Koche ruhig etwas mehr von den Bohnen, ohne Vanillinzucker
und Gelierzucker ist das eine ausgezeichnet schmeckende Bohnensuppe.
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