Margot & Rainer Binder: MARA-LESERBRIEFE
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Ein Glücksfall für die Bundesbürger, die CDU und SPD

Lafontaine ein Glücksfall? JA. Die CDU hat ihr Futter für die Kampagne gegen die SPD und die Bundesregierung kann eine unserer Gesellschaftsstruktur gemäße Wirtschaftspolitik praktizieren. Den Erfolg können Sie in dem Wirtschaftsteil der Rundschau nachlesen.
Steigender Eurokurs und steigender Dax an der Börse, steigender Auftragseingang in der Industrie, in diesem Monat weniger als 4 Millionen Arbeitlose.
Oskar Lafontaine hat mit seiner Frau/Lebensabschnittsgefährtin in ihrem ersten Buch ihre Vorstellungen von wirtschaftlichen Zusammenhängen beschrieben. Bei genauem Hinsehen wird darin eine Wirtschaftspolitik beschrieben, die eng an die kommunistischen Vorstellungen und Praktiken angelehnt ist. Das große Glück für Bundeskanzler Schröder ist, endlich die tiefroten Gedanken des Europäischen Ostens aus der SPD-Politik herauszuhaben. Natürlich müssen einige alte Genossen dazulernen und auf den Boden der Realpolitik zurückfinden. Was die tiefrote Wirtschaftspolitik zustande brachte, kann jeder Bürger an der ehemaligen DDR und dem gesamten Ostblock ablesen.
Durch den Rücktritt von Lafontaine hatte Kanzler Schröder erst die Möglichkeit mit seiner Mannschaft auf unsere Wirtschaftsstruktur positiv einzusteigen und somit Realpolitik zu betreiben. Die SPD ist eine demokratische Partei, bei der wie in jeder Demokratie erst durch Diskussionen oder Brain Storming die beste Lösung gefunden wird. Von diesem Prozess wird der Bundesbürger nicht ausgeschlossen, was sicher für viele ungewöhnlich ist. Für manchen Bundesbürger ist dieses Verhalten der Regierung ungewohnt.
Die vorherige Regierungskoalition hatte diese Diskussionen nicht für den Bürger zugänglich gemacht, was kein demokratisches Verhalten zeigt. Auch in der Realpolitik des Rathauses ist es wichtig, die Diskussionen der SPD Abgeordneten dem Bürger von Gaildorf und seinen Teilorten in größerem Umfang als seither zugänglich zu machen.
Rainer Binder