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Lafontaine ein Glücksfall? JA. Die CDU hat ihr Futter
für die Kampagne gegen die SPD und die Bundesregierung kann eine
unserer Gesellschaftsstruktur gemäße Wirtschaftspolitik praktizieren.
Den Erfolg können Sie in dem Wirtschaftsteil der Rundschau nachlesen.
Steigender Eurokurs und steigender Dax an der Börse, steigender
Auftragseingang in der Industrie, in diesem Monat weniger als 4 Millionen
Arbeitlose.
Oskar Lafontaine hat mit seiner Frau/Lebensabschnittsgefährtin
in ihrem ersten Buch ihre Vorstellungen von wirtschaftlichen Zusammenhängen
beschrieben. Bei genauem Hinsehen wird darin eine Wirtschaftspolitik
beschrieben, die eng an die kommunistischen Vorstellungen und Praktiken
angelehnt ist. Das große Glück für Bundeskanzler Schröder
ist, endlich die tiefroten Gedanken des Europäischen Ostens aus
der SPD-Politik herauszuhaben. Natürlich müssen einige alte
Genossen dazulernen und auf den Boden der Realpolitik zurückfinden.
Was die tiefrote Wirtschaftspolitik zustande brachte, kann jeder Bürger
an der ehemaligen DDR und dem gesamten Ostblock ablesen.
Durch den Rücktritt von Lafontaine hatte Kanzler Schröder
erst die Möglichkeit mit seiner Mannschaft auf unsere Wirtschaftsstruktur
positiv einzusteigen und somit Realpolitik zu betreiben. Die SPD ist
eine demokratische Partei, bei der wie in jeder Demokratie erst durch
Diskussionen oder Brain Storming die beste Lösung gefunden wird.
Von diesem Prozess wird der Bundesbürger nicht ausgeschlossen,
was sicher für viele ungewöhnlich ist. Für manchen Bundesbürger
ist dieses Verhalten der Regierung ungewohnt.
Die vorherige Regierungskoalition hatte diese Diskussionen nicht für
den Bürger zugänglich gemacht, was kein demokratisches Verhalten
zeigt. Auch in der Realpolitik des Rathauses ist es wichtig, die Diskussionen
der SPD Abgeordneten dem Bürger von Gaildorf und seinen Teilorten
in größerem Umfang als seither zugänglich zu machen.
Rainer Binder
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