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Die Pressemeldungen über gefährliche Hunde,
sprich Kampfhunde, häufen sich. Sind es die Hunde oder die Besitzer?
Was muss ein Mensch für Vorstellungen haben, einen auf Aggressivität
gezüchteten Hund zum Kampfhund zu erziehen?
Ich selbst wurde in Ottendorf im Adelbachtal von einem Hund gebissen
und hatte 3 Monate lang eine offene Wunde. Der Besitzer sagte: Früher,
wo er jung war, hat er öfter Menschen gebissen, aber jetzt, wo
er älter ist, dachten wir, können wir ihn frei laufen lassen.
Vor wenigen Tagen nahe dem Adelbachtal, kam ein Wolfshund auf mich zu
und die Besitzerin rief ihn zurück; er folgte aber nicht, er schnupperte
an meiner Hand und sie rief: Langen (fassen) sie ihn nicht an,
der beißt. Im Weiler in Ottendorf hatte ein Hund den Briefträger
angegriffen. Die Folge: Wenige Tage war der Hund an der Leine, jetzt
ist er wieder im Weiler unterwegs. Gefährlich nicht gefährlich?
Hunde müssen erzogen werden und es gibt viele gute Beispiele von
Hundebesitzern, die das Angebot von Hundevereinen nutzen, um den Vierbeinern
Manieren beizubringen.
Die Bundesbahn verbietet, Kampfhunde im Zug mitzunehmen. Das Land Schleswig-Holstein
geht schärfer gegen Kampfhunde vor. Innenminister Klaus Buß
legte eine Liste mit 15 gefährlichen Hunderassen vor, für
die ein Leinen- und Maulkorbzwang eingeführt werden soll. Zuvor
hatte sich die Konferenz der Länder-Innenminister geeinigt, die
Rassen Pitbull, American
StaffordshireTerrier, Staffordshire-Bullterrier auf die Verbotsliste
zu setzen.
Die Stadt Fritzlar hat die Hundesteuer für Kampfhunde auf 1000
DM festgelegt.
Warum kann die Stadtkasse Gaildorf sich eine solche Einnahme entgehen
lassen? Warum wird nicht jeder Hund, der einen Menschen nachweislich
angegriffen oder gebissen hat, sofort mit einer jährlichen Hundesteuer
von 1000 DM belegt? Leider ist es so, dass viele Menschen erst durch
eine saftige Geldstrafe sich genötigt fühlen,
ihr Gehirn, wenn es um den Hund geht zu gebrauchen. Vielleicht könnte
dann ein Hundebesitzer verstehen, dass die Erziehung des Hundes auch
ein wertvoller Dienst an den Mitbürgern ist. Es könnte ja
sein, dass 1000 DM Geldbuße über die Lebenszeit des Vierbeiners
den Gedanken fördert, rücksichtsvoller zu sein. Beinahe könnte
ich sagen, der Hund ist auch bloß ein Mensch und der wird auch
erzogen.
Rainer Binder
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