|
Margot & Rainer Binder: Beschreibungen und Grundlagen
des MARA-Denkmodells
www.binder-mara.de e-mail: bps.binder@yahoo.de |
|
| Quantenphysik | |
|
Warum schreibe ich über die Quantenphysik? Sie ist die Wissenschaft, die sich mit den kleinsten Teilchen des Atoms befasst und wir alle bestehen aus genau diesen kleinsten Teilchen. Also diese Art von Physik erforscht die wirklichen Zusammenhänge von all dem, was wir unsere Existenz nennen. Möchten wir unserem Leben eine positive Wendung geben, dann müssen wir unsere alten Vorstellungen aufgeben und eine NEUE WELTSICHT einnehmen. Die Quantenphysik gibt uns die Möglichkeit, eine neue, besser funktionierende Einstellung zu den Alltagsproblemen zu zeigen. Selbst die Steigerung der Gesundheit und der Erlebnisfähigkeit ist damit möglich. Warum mache ich diesen ganzen Aufwand? Es klingt etwas paradox: Nehmen wir die einfach verständlichen Aussagen der Quantenphysik als Grundlage unserer Lebenssicht an, dann sparen wir uns sehr viel Energie, weil enorm viele Lebenssituationen dadurch sehr einfach zu bewältigen sind. Also eine »innere Energieökonomie« sollte uns dazu drängen, das Leben in positivere Bahnen zu lenken. Das hat nichts mit dem positiven Denken des New Age oder der Esoterik zu tun. Die Grundaussagen der Quantenphysik befreien uns von der eigenen Egozentrik, die mit einer der Hauptverbraucher unserer Energie ist, die meist nutzlos verpufft. Einführung Die Wissenschaften versuchen seit es sie gibt, herauszufinden, wie das Leben eigentlich wirklich funktioniert. Alle Erscheinungen des Lebens müssten, so war die Vorstellung, einen gemeinsamen »Hintergrund« haben. Am Anfang zeigte sich eine kaum überschaubare Menge von Forschungsdaten, die je länger der Mensch versuchte, die ursächlichen Zusammenhänge unserer Natur zu erklären, immer verworrener wurden. Newton, ein englischer Physiker und Astronom hatte dann anscheinend das »Gelbe vom Ei« gefunden. Er sah die Welt als eine Art Uhrwerk, das nach genauen präzisen Regeln abläuft. Auch sagte er: Wir müssen nur genau genug messen, dann können wir alles erklären. In dieser Weltsicht war klar, dass es auch hinter diesem Räderwerk etwas geben musste, was diesen ganzen Mechanismus antrieb. Gott war so etwas ähnliches wie die Feder des gewaltigen Uhrwerks. Da der Mensch zu dieser Zeit sich nur einen Gott vorstellen konnte der nicht abstrakt war, sondern lenken und leiten konnte, wurde das Bild des Menschen dazu benutzt, sich Gott als eine handelnde, menschenähnliche Gestalt vorzustellen. So einfach wie Newton das sah, war es natürlich nicht, denn je mehr sich die Wissenschaftler der Physik dem Grundaufbau der Materie, also auch der Biologie des Menschen näherten, umso ungenauer wurden die Messergebnisse. Immer weiter kamen die Wissenschaftler an die eigentlichen, ursprünglichen Zusammenhänge dieser komplizierten Natur. Vor 100 Jahren, erkannte Max Planck, dass die Materie aus Quantenmengen bestand. Also der Ausdruck Quanten kommt von Quantum. Planck stellte nun fest, dass alle Atome nur aus einem bestimmten Quantum von Energie bestanden. Diese Erkenntnis begründete dann die Quantenphysik. Dadurch wurde die Weltsicht von Newton als falsch erkannt. Durch diese neuen Erkenntnisse um die tiefen Zusammenhänge unserer Welt wurde natürlich nicht Gott abgeschafft, sondern in einer anderen Form neu erschaffen. Max Planck sagt das so: Als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternsten Wissenschaft, nämlich der, welcher der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden, und so sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms dieses. Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten, intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen gehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früher Jahrtausende haben: -Gott-. So sehen Sie, meine verehrten Freunde, wie in unseren Tagen, in denen man in bitterer Gottferne steht, gerade das Winzigste und Unsichtbare es ist, dass die Wahrheit wieder aus dem Grabe materialistischen Stoffwahnes herausführt und die Welt verwandelt und wie das Atom der Menschheit die Türe öffnet, in die verlorene und vergessene Welt des Geistes. Also die Lebens- und Existenzgrundlagen können durch die Quantenphysik einen neuen Sinn und eine neue Weltsicht erhalten die uns hilft sehr viel unserer Energie für uns und andere positiver als zuvor einzusetzen. Die Grundaussagen der Quantenphysik 1. Alles ist untrennbar miteinander verbunden (Bellsches Theorem) Die ganzheitliche Verflechtung aller Erscheinungsformen hat für den Menschen weitreichende geistige und praktische Folgen. Am frühen Morgen geht die Sonne auf und die Nacht verschwindet. Die Fledermäuse suchen die dunklen Stellen in Höhlen auf und die Nachtschwärmer, Schmetterlinge die bei Nacht fliegen, verstecken sich. Die Sonne wärmt im Mai die Maikäfer, so dass sie ihre Flügel leicht und gut bewegen können, daher kommt es, dass sie nur am Tage fliegen, um sich Nahrung zu suchen. Viele Lebewesen sind genauso von der Dunkelheit abhängig wie von der Wärme der Sonne. In südlichen Ländern sterben viele Insekten in der Hitze der Sonne, sie können nur in der Wärme der Nacht leben. Genauso gibt es Tiere, die die Hitze des Tages brauchen, um leben zu können. So ist sehr viel davon abhängig, ob die Sonne oder Mond in der Nacht scheint. Abhängig sagt man, weil das Leben dieser Lebewesen mit dem, was im Weltall geschieht, also der Umlauf der Erde um die Sonne, ganz eng verbunden ist. Genauso ist es mit dem Meer, das vom Mond angezogen wird und sich als Ebbe und Flut zeigt. Auch der Mensch ist mit dieser Natur eng verbunden. In jedem Menschen ist eine riesige Chemiefabrik, die den Körper gesund erhält. Der Blutdruck wird genauso genau geregelt wie die Helligkeit den Durchmesser der Pupille der Augen bestimmt. Immer wird im Körper alles so geregelt, dass der Mensch möglichst keine Medikamente braucht, also gesund ist. Diese Natur in uns ist auch abhängig von den Einflüssen, die von außen kommen. Also komme ich in den Regen, der meist kälter als die Luft ist, dann regelt die chemische Fabrik im Inneren die Temperatur der Haut. Die Durchblutung wird größer und dadurch werden die Hautzellen wärmer, zu genau derselben Zeit wird im Körper mehr Energie verbraucht, um das Blut auf die Temperatur zu erhitzen, dass es den »Normalwert« hat. Die Energie liefert das Essen, das im Körper in brauchbare Energie umgewandelt wird. Es gibt tausende von solchen Vorgängen, die unsere innere Natur bewältigen muss, um uns am Leben zu erhalten. Immer ist es die Anpassung der inneren Natur des Menschen an die äußere Natur. So ist alles untrennbar miteinander verbunden. Das ist aber nicht nur mit der Chemie in uns so. Wir alle haben jeden Tag mit Menschen zu tun und jeder von ihnen ist wieder anders als ich selbst. Jeder dieser Menschen hat seine eigene Kindheit gehabt und andere Eltern. Eltern beeinflussen die Kinder, was man Erziehung nennt. Jedem Kind werden andere scheinbar wichtige Dinge für das Leben deutlich gemacht. Für die einen Kinder ist es die modische Kleidung, für die anderen, dass man kein Fleisch oder Fisch isst. Es gibt tausende Dinge, die den Eltern wichtig erscheinen und die sie ihren Kindern als sehr wichtig darstellen. So hat jeder Mensch eine eigene Geschichte, die ihn beeinflusst hat und über lange Zeit noch spürbar ist. Gleichgültig ob wir im Supermarkt einkaufen, der Verkäufer hinter der Kasse oder der Metzger mit seinem Wurstangebot, jeder ist ein Mensch. Egal ob wir die Nase, den Mund oder die Lippen betrachten, alle sind verschieden. Der Verkäufer im Supermarkt kann nur Wurst verkaufen, wenn der Metzger sie herstellt und der kann nur Wust machen, wenn er Fleisch hat. Das bekommt er nur, wenn er ein Tier tötet, das der Landwirt aufgezogen hat. Das Tier konnte nur vom Tierbaby zum erwachsenen Schwein werden, wenn es Körner und Pflanzen zum Fressen bekommen hat. Dieses Futter musste wieder der Mensch anpflanzen, pflegen und ernten und dann in den Schweinestall bringen, um es dort zu verfüttern. Gleichgültig ob ich Wurst oder Salat möchte, auch dieser musste sich aus einem Samenkorn entwickeln, gegossen werden, gegen Schädlinge geschützt werden und dann von der Wurzel abgeschnitten und in den Supermarkt gebracht werden. Damit der Salat wachsen konnte, brauchte er Wasser, das von den Wolken am Himmel kam. Nachdem es im Boden versickerte, kam es irgendwo aus einer Quelle wieder heraus. Dieses Wasser wurde dann durch Menschen, die in einer technischen Anlage zur Sauberhaltung des Wasser arbeiten für die Wasserleitung aufbereitet. Die Wasserleitung brachte dieses Wasser dann in die Gärtnerei. Wie wir sehen, ist alles ganz eng, also untrennbar miteinander verbunden. Denn arbeiten die Menschen nicht mehr im Wasserwerk, haben wir kein Wasser mehr in der Leitung und setzt der Gärtner keine Salatsetzlinge mehr, hat die Verkäuferin auf dem Markt oder im Laden keinen Salat mehr zu verkaufen. Überall wo wir hinschauen, entdecken wir immer dieselben Zusammenhänge. Sobald das Müllauto nicht mehr fährt, weil der Fahrer streikt, kann ein Müllentsorger die Mülleimer nicht mehr abholen. Die Folge ist, dass es bald stinkt und sich Bakterien entwickeln, welche die Gesundheit des Menschen durch Krankheiten in Gefahr bringen. Was macht ein Bürgermeister, wenn die Müllfahrzeugfahrer streiken? Er ist hilflos. Genauso geht es den Müllarbeitern. Will der Bürgermeister von dem Streik nichts wissen, dann sind die Müllarbeiter auch hilflos. Gleich welchen Beruf ein Mensch hat, der Manager ist genauso von der Arbeit des Arbeiters abhängig wie umgekehrt. Also auch da sehen wir, wie eng wir alle miteinander verbunden sind. Es ist wie ein Netz, in dem wir leben. Der Faden, aus dem das Netz geflochten ist, ist immer derselbe. Von Masche zu Masche, es ist alles untrennbar verbunden, wie beim Bürgermeister und den Müllkutschern oder dem Gärtner und der Verkäuferin, dem Metzger und dem Landwirt. Noch ein Beispiel dazu. Nehmen wir an, wir möchten Wellpappekartons entsorgen und verbrennen sie im offenen Kamin oder im Garten. Der Klebstoff eines Kartons in der Größe von 50 X 30 X 40 cm, vorausgesetzt, er wurde mit künstlichem Kleber gefertigt, entwickelt so viel Dioxin, wie eine Müllverbrennungsanlage in einem Jahr freisetzen darf. Dieses Dioxin wird durch die Hitze des Rauches in die Luft transportiert und irgendwo setzt sich dieser Giftstoff auf Pflanzen, Dächer oder Bäume usw. Beim nächsten Regen wird das Dioxin wieder abgewaschen und kann so in die Kläranlage oder das Grundwasser kommen. Durch die Wasserversorgung kann dieses Gift in kleinen Mengen in die angeschlossenen Haushalte gepumpt werden und somit hat der Mensch, der die Kartons verbrannte, Einfluss auf viele andere Menschen im Netzwerk genommen. Auch er selbst kann sich nicht aus dem Kreislauf herausnehmen. So ist alles untrennbar miteinander verbunden und wir alle haben eine Verantwortung für das Ganze. Betrachten wir das Ganz und unser Umfeld unter dem Aspekt »Alles ist untrennbar miteinander verbunden« dann wird auch dadurch die Trennung zwischen Geist und Körper aufgehoben. Praktisch weiß jeder, dass geistig-seelische Belastungen sich körperlich auswirken können, das bestätigt die Ganzheitlichkeit des Menschen. Jeder Leser kennt diese Zusammenhänge. An wenigen Beispielen möchte ich das zeigen. Erleben wir Angst, dann können wir feststellen, dass der Puls schneller schlägt oder die Schweißdrüsen Schweiß absondern. Die Angst ist ein Erlebnis auf der seelisch-geistigen Ebene, die Reaktion der Herzmuskulatur oder der Schweißdrüsen ist physiologisch, also Material. Ein Formel 1 Rennfahrer hat kurz vor dem Start einen Pulsschlag von 200. Die Anspannung des Fahrers, gelingt der Start oder nicht, ist wieder die psychische Seite, der erhöhte Pulsschlag eine rein körperliche Reaktion. Wir sehen also, dass die Reaktionen immer ganzheitlich sind. Ganzheitlich ist jedoch nicht der »Egokosmos«, um den sich viele Menschen drehen. Als Egokosmos bezeichne ich die Vorstellung, dass der Mensch nur sich selbst sein kann und nur sich selbst erfahren kann. (Andrew Cohen »Erleuchtung ist ein Geheimnis«) Zusammenfassung: In dieser Aussage ist die Ganzheitlichkeit angesprochen, aus der sich kein Lebewesen herausnehmen kann. Die Vorstellung, dass die Distanz zu anderen Menschen und Lebewesen nicht besteht, ist für uns fremd, weil sie den alten Paradigmen unserer Gesellschaft widerspricht. Die Aussage bedeutet auch, dass wir uns aus unserem »Verantwortungsgeflecht« nicht herausnehmen dürfen, ohne psychischen-ganzheitlichen Schaden zu nehmen. Auswirkungen: 1/1. Ganzheitliches Erkennen
aller Erscheinungen geistiger und materieller Art (MARA) Somit sind natürlich auch Rechte und Pflichten und andere soziale Zusammenhänge untrennbar miteinander verbunden. 2. Im kleinsten Teilchen ist alles enthalten (David Bohm) Alle Lebewesen dieser Welt bestehen aus Billionen von Zellen. Die Zellen haben ein inneres Programm, im Computerzeitalter kann man dazu auch »Software« sagen. Schneiden wir uns beim Zwiebelschälen z.B. in den Finger, beginnt die Schnittwunde zu bluten. Das ist wichtig, damit eventuelle Schmutzteile, die am Messer waren, herausgespült werden. Dadurch kann sich die Schnittstelle nicht entzünden. Also sie reinigt sich selber. Durch den Schnitt werden Haut- und Gewebezellen verletzt Sobald das Blut etwas an der Schnittstelle angetrocknet ist, beginnt ein fast unglaublicher Vorgang in den verletzten Zellen. Sofort beginnt das »Innere System« des Menschen die verletzten Zellen zu reparieren. Dabei weiß jede Zelle, was sie zu tun hat, damit sich die Wunde wieder schließt. Der Sinn dahinter ist, die Schnittstelle wächst wieder so dicht zu, dass keine Bakterien oder andere Schädlinge, die dem Körper schaden könnten, eindringen können. Haben wir zum Beispiel eine Fingerkuppe abgeschnitten, dann wissen die restlichen Zellen des Fingers genau, was sie tun müssen, um die verloren gegangenen Zellen wieder wachsen zu lassen. Dass das funktioniert ist schon beinahe ein Wunder. Die ganze Dimension wird erst deutlich sobald wir uns vorstellen, dass die neuen, nachgewachsenen Zellen, sehr genau die Rundungen erhalten, wie die weggeschnittenen. Nicht nur das, jede Fingerkuppe hat feine Linien, die die Polizei beim Fingerabdruck verwendet, um die Person, zu der die Finger gehören identifizieren zu können. Es gibt kein einziges Mal auf der Welt zwei gleiche Linien der Fingerkuppen. Wie ist das möglich? In den kleinsten Teilchen der Zellen sind Informationen gespeichert, die dieses »Heilungsprogramm« steuern. Heute ist beinahe jedem der Ausdruck DNS bekannt. Dabei handelt es sich um sogenannte Erbinformationen. So haben alle Menschen der weißen Rasse die Information in sich, dass die Hautfarbe weiß zu sein hat. Die Afrikaner dagegen haben eine andere Information in sich gespeichert, welche die Hautfarbe dunkelbraun oder »schwarz« werden lässt. Genauso ist die Größe oder die Haarfarbe des Menschen als Information in den kleinsten Teilchen gespeichert. Stellen wir uns vor, in der Eizelle der Frau sind alle ihre Erb-Informationen gespeichert, in dem Sperma des Mannes sind alle seine Informationen enthalten und bei der Befruchtung mischen sich die Erbinformationen. Dabei werden nichtbrauchbare Informationen ausgeschieden und lebensnotwendige behalten und optimal kombiniert. An der Stelle müsste eigentlich die Frage auftauchen, welche Informationen sind notwendig um zwischen brauchbaren und nicht brauchbaren Informationen entscheiden zu können. Ist es das, was Max Planck als alles ist Geist bezeichnet? Ich denke, wir wissen es nicht. Bevor ich mir irgend etwas zurechtlege, was dann doch nicht stimmt, lasse ich diese Frage offen und sehe es einfach als »das Geheimnis«. Betrachten wir die vielen verschiedenen Rassen der Menschheit, dann ist es natürlich nicht zu übersehen, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt. Alle Menschen haben einen ähnlichen Knochenaufbau, sie gehen ähnlich und haben viele beinahe gleiche Bewegungen beim Sport, bei der Arbeit und beim Austausch von Zärtlichkeiten. Auch hier sehen wir, dass weltweit »In allen kleinsten Teilchen alles enthalten sein muss«. Natürlich finden wir diese Zusammenhänge nicht nur bei Menschen. Alle Tiere und Pflanzen haben unglaubliche Mengen von Informationen in sich gespeichert, die alle der Lebenserhaltung dienen. So sind in einem Samenkorn alle Informationen enthalten, die notwendig sind, um daraus z.B. eine mehrfarbige Lilie entstehen zu lassen. Eine Lilie ob sie in Australien oder in Stuttgart blüht, ist sofort an ihrer Form, Farbe Größe usw. zu erkennen. Weltweit haben Pflanzen der gleichen Sorte die gleichen Informationen in ihren kleinsten Teilchen, deswegen können sie sich auch immer wieder vermehren und sind unverwechselbar gegenüber anderen Pflanzensorten. Auswirkungen: 2/1. Alle Informationen sind
im kleinsten Teilchen enthalten, denn jedes Lebewesen besteht aus diesen
kleinsten Teilchen (Charon) Zusammenfassung: Im Grunde genommen kann damit die Aussage, dass der Mensch sich seine Wirklichkeit selbst kreiert, voll unterstützt werden. Also ist alles Wissen in jedem Menschen, in seinen »kleinsten Teilchen« enthalten, aber trotzdem haben wir nicht den Zugang zum »ganzen Wissen«, erst durch Lernen sind wir in der Lage, Wissen wieder in unser Bewusstsein zu bekommen. Versuchen wir uns deutlich zu machen, dass alles weltweit aus Atomen und der darin enthaltenen kleinsten Teilchen besteht, dann ist auch »Alles untrennbar miteinander verbunden und im kleinsten Teilchen sind alle Informationen enthalten«. Trotzdem haben wir nicht den Zugang zum »ganzen Wissen«, erst durch Lernen sind wir in der Lage Wissen wieder in unser Bewusstsein zu bekommen. 3. Das Leben ähnelt mehr einem Prozess (Prof. H.P. Dürr) Viele Menschen nehmen sich an Silvester vor, was sie in den nächsten zwölf Monaten alles tun möchten und was gegenüber dem »alten« Jahr verändert werden müsste. Die Vorstellungen sind natürlich gut und wir sind sicher, dass vieles so sein wird wie wir es uns vorstellen. Was macht das »Neue Jahr« mit uns? Kommt der erhoffte Lottogewinn? Kommt der gewünschte Arbeitsplatz? Sind wir in der Lage, die Fehler des vergangenen Jahres nicht mehr zu machen? Es gibt den uralten Spruch Der Mensch denkt, Gott lenkt. Es ist wie bei einem Prozess bei Gericht. Natürlich denken wir, wir bekommen Recht. Unser Rechtsanwalt wünscht sich das auch. Unsere Sicherheit, dass das so sein wird, hat mit einer fehlerhaften Sicht von uns zu tun. Wir möchten einfach nicht einsehen, dass der Angeklagte oder der Kläger beim Gericht kein Recht bekommt, sondern ein Urteil. Wie das Urteil aussieht, hat mit dem psychologischen Spiel zwischen den Anwälten und dem Richter zu tun. Gleichgültig wie unsere Vorstellungen sind, wir können uns wünschen und hoffen, dass sie sich realisieren. Da wir aber in einem Netzwerk eingesponnen sind, wie schon unter »Im kleinsten Teilchen ist alles enthalten« besprochen, haben auch andere Vorstellungen Einfluss auf das, was mit meinen Wünschen geschieht. Anders gesagt ich kann mir noch so perfekte Vorstellungen machen, was sich realisiert, ist immer wieder etwas anders. Also das was wir wollen und tun, kann nicht genau festgelegt werden. Unter »Prozess« ist zu verstehen, dass das Leben sehr dynamisch abläuft, also nicht bestimmbar oder gar zu berechnen ist. Das ist genau das, was der alternative Nobelpreisträger Hans Peter Dürr in seinen Vorträgen sagt. Meine Meinung ist, dass durch den prozesshaften Verlauf, das Leben erst an Spannung zunimmt und die Erlebnisbreite immer größer werden lässt. Auswirkungen: 3/1. Die Zwangsläufigkeit
der JA-Nein-Logik wird dadurch aufgehoben (MARA) 4. Wir sind die Schöpfer der Wirklichkeit (Albert Einstein) Wirklichkeit, was ist das? Für mich ist es das, was und wie ich etwas erlebe. Ich habe das Schwimmen sehr schwer gelernt, ich hatte immer Angst vor dem Wasser oder vor dem Ertrinken? Im Gymnasium hatten wir einen Sportlehrer, der uns Schwimmen mit seiner Methode beibrachte. Ich musste auf das Sprungbrett im Hallenbad stehen, er legte seinen Arm quer unterhalb die Knie und drückte solange am Kopf, bis ich das Übergewicht bekam und kopfüber im Schwimmbecken untertauchte. Natürlich hatte ich panische Angst. Da aber dem Schüler im Schwimmbecken niemand helfen durfte, war ich gezwungen, irgendwie die rettende Leiter zu erreichen. Nach dem dritten Durchgang dieser Tortur hatte ich plötzlich ein freudiges Gefühl in mir, denn ich erreichte die rettende Stahlleiter ohne Wasser zu schlucken. Ab diesem Moment konnte ich einigermaßen schwimmen und nach wenigen Monaten hatte ich dann meinen »Fahrtenschwimmerschein« erhalten, das hieß im Klartext, 45 Minuten ohne Unterbrechung schwimmen. Ich machte mir ab diesem Moment die Wirklichkeit: »Du kannst gut schwimmen«. Natürlich hätte ich auch die Möglichkeit gehabt mir zu sagen, »ich werde das nie lernen«. Ich allein hatte die freie Entscheidung wie ich diese Erlebnisse eingeordnet habe. Also ich habe somit meine eigene Wirklichkeit geschaffen. An vielen Beispielen kann dieses Vorgehen immer wieder demonstriert werden. Jeder Leser hat selbst sehr viele Erlebnisse gehabt, in der genau dieselbe Freiheit zu Entscheidung dafür oder dagegen enthalten war. Mein Vater hatte uns Kindern beigebracht wie »Feinde« angeblich aussehen. Es waren nach seiner Sicht Männer mit schwarzen Haaren, schwarzem Bart und überwiegend rundlichem Gesicht. Im Bahnhof Stuttgart hat er uns das bei Fahrgästen eines Zuges auf dem Weg nach Paris gezeigt. Natürlich hatte ich als kleiner Junge dieses Bild angenommen, denn »der Vater musste es ja wissen«, (es war in der Nazizeit). Meine Wirklichkeit wurde über viele Jahre durch dieses Bild geprägt, denn für mich waren die Blonden, groß gewachsenen Menschen Freunde. Als ich älter war korrigierte ich natürlich dieses »innere Bild« und habe mir dadurch eine neue Wirklichkeit geschaffen. Schon sehr früh bildet sich im Gehirn des Säuglings eine Wirklichkeit, die oft über lange Zeiten des Lebens dominierend ist. Der Psychologe Freud meinte festgestellt zu haben, dass die erste Begegnung des Neugeborenen mit einer männlichen Person das Gottesbild des Säuglings prägt. Freud sagt: Beugt sich ein Vater über das Kinderbett und ist der Säugling von ihm angenommen, wird er freundlich reagieren und das Gottesbild wird ein liebender Gott sein. Ist der Vater jedoch mürrisch, dann wird Gott später ein kritischer Gott sein. Gleichgültig welches Gottesbild ein Mensch in sich trägt, er hat die freie Entscheidung, sich eine neue Wirklichkeit zu kreieren und sich den Gott zu erschaffen, den er braucht. Das Elternhaus vermittelt jedem Kind die Wirklichkeit die sich Mutter und Vater zurechtgelegt haben. Im frühen Kindesalter ist das für uns alle der erste wichtige Wirklichkeitsbezug. Jedes Kind kopiert zu Beginn die Eltern, erst später ist es dann in der Lage, sich eine ganz eigene Wirklichkeit zu schaffen. Die vielen Erlebnisse des Kindergartens, der Schule, der Freundinnen und Freunde verändern die erste, die elterliche Wirklichkeit. Der Kampf in der Pubertät um die Ablösung von den Eltern schafft die Möglichkeit, seine eigene Wirklichkeit entstehen zu lassen. Das ist notwendig, weil die elterliche Sicht der Welt schon nach zwanzig Jahren nicht mehr gültig sein kann. Auch die Übertragung von gesellschaftlichen Werten und soziales Verhalten stimmen immer nur für die Struktur der Eltern, aber meist nicht für die Wirklichkeitsstruktur der Kinder. Dazu ein Beispiel: Lasse ich mir sagen, dass meine Mutter immer am Freitag einen Blumenstrauß zu bekommen hat, dann kann ich mir das natürlich angewöhnen. Überlege ich mir jedoch, was meine Mutter in ihrem langen Leben alles geleistet hat und auch für mich selbst getan hat, dann wird in mir eine Dankbarkeit entstehen. Dieses Empfinden kann dann den Entschluss entstehen lassen, dass ich sage: Meine Mutter hat verdient, dass ich ihr jeden Freitag einen Blumenstrauß schenke. Die überprüfbare Handlung ist die gleiche, jedoch ist die »Neue Wirklichkeit« von einer völlig anderen Qualität. Also ich kann natürlich Vorstellungen der elterlichen Wirklichkeit übernehmen, aber ich erlebe dadurch nicht die Wirklichkeits-Qualität, die Freude bereiten kann. Schaffen wir uns nicht eine neue Wirklichkeit, dann erleiden wir einen Realitätsverlust, der uns das Leben sehr schwer machen kann. Wir sind die Schöpfer der Wirklichkeit heißt, dass wir Menschen eine unglaubliche Freiheit besitzen. In dem Umfang wie das Wissen, dass alles untrennbar miteinander verbunden ist, mit der Aussage, dass wir die Schöpfer der Wirklichkeit sind, gekoppelt werden kann, erhalten wir einen großen Spielraum für die freie Entwicklung. Auswirkungen: 4/1. Die Einflüsse des Menschen
auf das Geschehen sind größer, als er denkt (Paul Watzlawick)
Zusammenfassung: Alle Sichtweisen, die ein Mensch einnehmen kann, sind ausschließlich von dem abhängig, was er mit seinen Sinnen wahrnehmen und mit seinen »Gehirnzellen« denken kann. Die »äußere Welt« ist nicht mehr statisch, gleich bleibend. Für jeden Mensch ist die äußere Welt so, wie er seine Sinneserfahrungen in sie hineinprojiziert, also subjektiv. 5. Die Zukunft bestimmt die Gegenwart (Alan Aspekt) Das Buch »Es gibt auch ein Leben vor dem Tode« war noch vor kurzer Zeit eine Zukunftsvorstellung. Die Entscheidung dieses Buch zu schreiben, hat bestimmt, dass ich mich an den Computer setzte, um es zu schreiben. Sie lesen diese Zeilen, das war für Sie noch vor kurzer Zeit Zukunft. Alan Aspekt hatte aufregende Versuche gemacht und 1979 entdeckt, was in der Zwischenzeit an vielen wissenschaftlichen Forschungszentren weltweit nachgeprüft wurde. Er konnte nachweisen, dass die Zukunft die Gegenwart bestimmt und nicht allein die Vergangenheit. Diese ungewöhnliche und unserem Denken und unseren Erfahrungen scheinbar widersprechende Erkenntnis klingt im ersten Moment absurd. Nach langen Überprüfungen fanden wir jedoch heraus, dass unser »ganzes Leben« nach diesem Schema abläuft, ohne dass es uns bewusst wird. Es gibt viele Hinweise, dass verschiedene Religionsgemeinschaften das schon in sehr früher Zeit gelehrt und umgesetzt hatten. Die Ersten, die diesen Zusammenhang wussten und realisierten waren die christlichen Kirchen. Aus der Sicht der christlichen Glaubenslehre wird nach dem Tode ein »jüngstes Gericht« sein. Bei diesem Prozess entscheidet sich dann angeblich, ob die Seele in den Himmel oder die Hölle kommt. Diese Unsicherheit bestimmte in großem Umfang die gläubigen Christen. Auch hier hat die Zukunft das Leben der Christen bestimmt. An einem anderen Beispiel kann es leicht sichtbar gemacht werden. Mit einer Rakete soll ein Astronautenteam zu Mond fliegen. Die Zukunft dort zu landen und wieder unversehrt zurückzukommen, bestimmt die Entwicklung einer Technik, die das möglich macht. Bei einer Autozubehörfirma werden Stoßdämpfer hergestellt. Stoßdämpfer sind notwendig, um eine gute Straßenlage zu erreichen. Viele Firmen im In- und Ausland stellen solche technischen Teile her. Jede Firma versucht, möglichst große Marktanteile zu erhalten. Der Auftragsumfang bestimmt, wie der Kuchen dieser Marktsparte aufgeteilt wird. Natürlich möchte jeder ein möglichst großes Stück dieses Kuchens haben. Also die Zukunft ist das Auftragsvolumen möglich groß zu bekommen. Diese Zukunft bestimmt, dass neue Stoßdämpfer bei Autorennen getestet werden. Die Zukunft, viele dieser technischen Teile verkaufen zu können, ist der Antrieb für Forschung und Entwicklung. Die Zukunft, dass der Mensch länger leben kann, lässt die Gentechnologie neue Möglichkeiten der Lebensverlängerung erforschen. Genauso ist es bei der Entwicklung von Medikamenten und technischen Untersuchungshilfen. Nicht nur im Technikbereich ist die Zukunft bestimmend sondern auch in der psychischen Entwicklung des Menschen. Die Zukunft, ein erwachsener Mensch zu sein, bei dem sich möglichst sich die körperliche Entwicklung mit der psychischen parallel entwickelt, lässt ihn die Pubertät erleben, denn sie ist dazu da sich von den Elternvorstellungen zu trennen, um eine eigene Weltsicht zu entwickeln, um die späteren Jahre besser, optimaler bewältigen zu können. Hans Peter Dürr, alternativer Nobelpreisträger der Quantenphysik, zeigt anhand eines Kartenspiels, wie die alte Physik funktioniert, die Karten sind sortiert nach Werten, die übereinander liegen, also die Herz 10 nach der Herz 9 usw. Dann sagt er: Es gibt die zukünftige Karte noch gar nicht, sondern es ist ein Kartenstoß, wo die Vergangenheit angegeben ist, aber erst im Augenblick des Umlegens der Karte wird die neue Karte gezeichnet und nicht nach einem vorgegebenen Muster, sondern nur so ungefähr, da ist sehr viel Offenheit drin. Die Zukunft ist nicht determiniert, nicht festgelegt, sondern sie ist offen und erst beim Umdrehen wird die Karte gezeichnet, das heißt der liebe Gott misshandelt uns gar nicht, er weiß es selber nicht, was in Zukunft passiert, er ist selber neugierig, welche Realisierung passiert. Auswirkungen: 5/1. Die Konzentration wird dadurch
nicht mehr ganz auf die Vergangenheit gelenkt und die Vergangenheit kann
den Menschen nicht mehr beherrschen (MARA) Zusammenfassung: Für den Menschen ist die Aussage von Alain Aspekt bedeutend, denn nicht mehr die Vergangenheit legt allein fest wie unser Verhalten ist, sondern der Mensch hat immer die Wahl sich der Vergangenheit oder der Zukunft zuzuwenden und das gibt ihm schlussendlich die wirkliche große Freiheitsbreite. PS: Mehr darüber und ausführliche Beispiele finden sie in dem Buch »Das Fenster für die Zukunft ist offen« von Rainer Binder Quellenhinweise: |
|
|
1 |
J.S.Bell: Physics 1, 1965, S.195 |